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Elektronisches Bewilligungs- und Antragsservice (eBS)

Foto „Kartenleser und e-card“ © SVC, Wilke

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Was ist eBS? 

Das elektronische Bewilligungs- und Antragsservice, kurz eBS, ist ein Service im e‑card System. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt oder Ihr Krankenhaus können damit die Zuweisung direkt elektronisch an Ihre zuständige Krankenkasse schicken. In einem ersten Schritt laufen Anträge für Untersuchungen (siehe nächste Frage) über das e-card System. Langfristig soll die Administration des gesamten Verordnungsprozesses elektronisch abgewickelt werden. Sie ersparen sich dadurch unnötige Wege, da die Zuweisung „läuft“ und nicht Sie.

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Welche Leistungen werden derzeit über eBS im e-card System abgewickelt? 

  • Computertomographie (CT)

  • Magnetresonanztomographie (MRT)

  • Nuklearmedizinische Untersuchungen

  • Humangenetische Untersuchungen

  • Klinisch-psychologische Diagnostik

  • Knochendichtemessungen

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Wie funktioniert eBS? 

Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt oder das Krankenhaus erfasst die Zuweisung in der Arzt- Software und schickt diese elektronisch an das e-card System. Ist eine Leistung bewilligungspflichtig, erfolgt die Weiterleitung an Ihre Krankenkasse. Sie erhalten auf Wunsch einen Antragscode per SMS oder E-Mail. Den Antragscode können Sie sich auch über ein „Informationsblatt zur e-Zuweisung“ als Ausdruck aushändigen lassen. Das Bewilligungsergebnis wird Ihnen auf Wunsch ebenfalls via SMS oder E-Mail mitgeteilt. Mit dem Antragscode und Ihrer Versicherungsnummer können Sie sofort einen Termin für die Untersuchung vereinbaren.

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Ab wann steht eBS zur Verfügung?

eBS steht seit 13. Jänner 2016 allen Vertragsärztinnen und Vertragsärzten sowie Vertragsinstituten der Sozialversicherung über das e-card System zur Verfügung.

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Nehmen alle Krankenkassen an eBS teil? 

Derzeit nehmen nicht alle Krankenkassen an eBS teil. Sollten Sie bei der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse (NÖGKK), der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) oder der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) versichert sein, können Ärztinnen und Ärzte KEINE elektronischen Zuweisungen erstellen. In diesem Fall erfolgt eine Zuweisung auf dem Papierweg, und Sie müssen sich wie bisher um eine eventuell notwendige Bewilligung kümmern.

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Sind Ärztinnen bzw. Ärzte und Gesundheitsinstitute verpflichtet, eBS zu nutzen? 

Nein, die Nutzung von eBS ist für Ärztinnen bzw. Ärzte und Gesundheitsinstitute freiwillig. Daher wird auch der derzeitige Papierprozess mit den gängigen Zuweisungsformularen weiterhin parallel bestehen bleiben.

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Welche Vorteile haben Patientinnen und Patienten von eBS? 

  • Die Bearbeitung von bewilligungspflichtigen Zuweisungen (z.B. Überweisungen für CT oder MRT) erfolgt rasch und einfach nur mit der e-card.
  • Sie müssen nicht mehr persönlich zu Ihrer Krankenkasse gehen, um einen „Bewilligungsstempel“ zu erhalten.
  • Ist eine Leistung bewilligungspflichtig, erfolgt die Weiterleitung automatisch an Ihre zuständige Krankenkasse.
  • Sie (oder z.B. ein Angehöriger) erhalten auf Wunsch eine Benachrichtigung per SMS und/oder E-Mail über den Status des Antrages.
  • Mit dem Antragscode auf Ihrem Patientenausdruck bzw. am Handy oder in der E-Mail können Sie sofort einen Termin für die Untersuchung vereinbaren.
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Was ist, wenn meine Ärztin bzw. mein Arzt eBS nicht verwendet? 

In diesem Fall erfolgt die Zuweisung wie bisher über den gängigen Papierprozess. Sie erhalten eine bisher übliche Zuweisung (im Gegensatz zum neuen Patientenausdruck in A4 mit dem Titel „Information zur elektronischen Zuweisung“). Im Zweifelsfall fragen Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt. Gegebenenfalls müssen Sie sich die Bewilligung von Ihrer Krankenkasse einholen.

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Was ist, wenn ich eine elektronische Zuweisung bekommen habe, das Gesundheitsinstitut aber eBS nicht verwendet?  

In diesem Fall kann das Gesundheitsinstitut alle wichtigen Informationen von Ihrem freigegebenen Antrag am Patientenausdruck ablesen und muss sich so wie bei einer papierschriftlichen Zuweisung verhalten. Vergewissern Sie sich, dass im „Informationsblatt zur e-Zuweisung“ Stempel und Unterschrift Ihrer zuweisenden Ärztin bzw. Ihres zuweisenden Arztes vorhanden sind. Liegt eine Bewilligungspflicht vor, muss von Ihrer Krankenkasse die Freigabe auf dem „Informationsblatt zur e-Zuweisung“ vermerkt werden.

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Woher weiß ich, ob meine Ärztin bzw. mein Arzt, mein Gesundheitsinstitut bzw. das Krankenhaus eBS verwenden, oder ob ich mich selbst um eine Bewilligung kümmern muss? 

Am besten fragen Sie bei Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt oder bei Ihrem Gesundheitsinstitut nach. Sie können es auch daran erkennen, dass Sie im Falle eines über eBS gestellten Antrages einen Patientenausdruck im Format A4 mit dem Titel „Information zur elektronischen Zuweisung“ mit einem eindeutigen Antragscode erhalten.

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Bekomme ich durch eBS schneller einen Termin für meine Untersuchung? 

Mit eBS wird sichergestellt, dass Ihre Zuweisung elektronisch, sicher und schnell zu Ihrer zuständigen Krankenkasse gelangt. Die Terminvereinbarung erfolgt weiterhin durch Sie mit dem leistungserbringenden Gesundheitsinstitut. 

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Wird die Zuweisung auf der e-card gespeichert? 

Nein, auf der e-card werden weiterhin KEINE Gesundheitsdaten gespeichert. Die e-card dient ausschließlich als „Schlüssel“, der den Zugang zu Ihren Gesundheitsdaten aufsperrt.

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Was bedeuten die unterschiedlichen Texte in den Feldern „Status“ und „Entschiedene Leistungen“ am neuen Patientenausdruck?

Im Feld Status:

  • übertragen: Ihr Antrag wurde elektronisch an Ihre Krankenkasse zur Bearbeitung gesendet.
  • beantwortet: Ihr Antrag wurde bearbeitet und eine Antwort liegt vor
  • storniert: Die e-Zuweisung wurde nach Erlaubnis oder Aufforderung der bzw. des Versicherten storniert.
  • evident: Das Bewilligungsverfahren kann von Ihrer Krankenkasse nicht abgeschlossen werden, da noch Informationen fehlen. Jede eBS nutzende Ärztin bzw. Arzt oder Krankenanstalt kann die fehlenden Unterlagen elektronisch über eBS nachreichen.

Im Feld „Entschiedene Leistungen“:

  • freigegeben: Die verordnete Leistung wurde entweder bewilligt oder war bewilligungsfrei.
  • geändert freigegeben: Die ursprünglich verordnete Leistung wurde durch die Chefärztin bzw. den Chefarzt durch eine neue Leistung ersetzt und freigegeben.
  • abgelehnt: Die verordnete Leistung konnte von der Krankenkasse nicht freigegeben werden. 
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Wozu dient der Antragscode? 

Mit dem Antragscode auf Ihrem Patientenausdruck bzw. am Handy oder in der E-Mail können Sie sofort einen Termin für die erforderliche Untersuchung vereinbaren. Das Institut bzw. das Krankenhaus, das die Untersuchung durchführt, kann mit diesem Code und Ihrer Versicherungsnummer auf die elektronische Zuweisung zugreifen und erhält alle benötigten Informationen.

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Wer hat Zugriff auf die elektronische Zuweisung? 

Zugriff auf elektronisch erstellte Zuweisungen haben nur

  • die Ärztin bzw. der Arzt, der die elektronische Zuweisung erstellt hat.
  • die zuständige Krankenkasse, wenn
    • die Zuweisung bewilligungspflichtig ist,
    • die Zuweisung bewilligungsfrei war und nach der Leistungserbringung abgerechnet oder erstattet wurde.

Der Zugriff auf eine e-Zuweisung ist nur möglich, wenn die Patientin bzw. der Patient einen eBS nutzenden Vertragspartner oder ein Krankenhaus durch Bekanntgabe des Antragscodes und der Sozialversicherungsnummer dazu berechtigt (z.B. im Rahmen einer Terminvereinbarung zur Leistungserbringung).

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Wie erfahre ich, ob und wann mein Antrag bewilligt ist? 

Bei Leistungen, die durch die Krankenkasse bewilligt werden müssen, erhalten Sie auf Wunsch eine Benachrichtigung per SMS oder E-Mail über den Status des Antrages. Dafür muss Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt eine Handynummer und/oder eine E-Mailadresse in den elektronischen Antrag eintragen.

Natürlich können Ihnen auch Ihre Krankenkasse sowie Gesundheitsinstitute bzw. Krankenhäuser und Ärztinnen und Ärzte, die eBS bereits nutzen, Auskunft zum Status Ihres Antrages geben. Halten Sie dafür Ihre Versicherungsnummer und Ihren Antragscode bereit.

Sie können darüber hinaus jederzeit Ihre e-Zuweisungen inklusive der Bewilligungsstatusmeldungen im eSV-Webportal einsehen:

Online Service eBS

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Muss das Institut bzw. das Krankenhaus das neue Formular akzeptieren? 

Ja, am neuen Patientenausdruck sind alle relevanten Informationen, die das Institut bzw. das Krankenhaus für die Untersuchung benötigt. Die Institute und Krankenhäuser wurden auch dementsprechend informiert.