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e-card Bürgerkarte

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Was ist die Bürgerkarte?

Bürgerkarten werden als „amtliches Ausweisdokument“ im elektronischen Verwaltungsverfahren, etwa im Behördengang über das Internet, von der Behörde anerkannt. Der Begriff österreichische Bürgerkarte steht nicht für einen speziellen Kartentyp, sondern für ein Konzept, das Verwaltungsverfahren und Behördengänge auf elektronischem Wege für die Bürgerinnen und Bürger sicher gestalten lässt und dadurch elektronische Verfahren erst ermöglicht.

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Welche Funktionen hat die Bürgerkarte?

Die „Bürgerkarte“ ist eine Kombination aus elektronischer Identifikation und einem digitalen Zertifikat für elektronische Signaturen. Durch Verwendung seiner Bürgerkarte kann ein Bürger:

  • sich gegenüber einer Behörde (oder auch privatwirtschaftlichen Unternehmen) auf elektronischem Wege eindeutig identifizieren (Personenbindung)
  • einer Behörde (oder auch einem privatwirtschaftlichen Unternehmen) eine rechtsgültige Willenserklärung (gleichgestellt zur persönlichen Unterschrift) abgeben (qualifizierte Signatur nach Signaturgesetz).

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Wie profitiere ich von der Bürgerkarte?

Mit der Bürgerkarte erledigen Sie Ihre Kommunikation mit Behörden und Unternehmen sicher, rasch und bequem. Das bedeutet für Sie mehr Komfort, mehr Sicherheit und mehr Tempo: Amtswege bequem von zuhause aus erledigen, auch abends und am Wochenende.

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Kann man die Ordinationskarte / Admin-Karte ebenfalls als Bürgerkarte aktivieren?

Die Bürgerkartenfunktion ist auch auf der Ordinationskarte / Admin-Karte vorbereitet. Es gibt im Moment aber keinen Zertifizierungsdiensteanbieter, der die Aktivierung dieser Funktion anbietet.

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Muss man österreichischer Staatsbürger sein, um eine Bürgerkarte zu erhalten?

Nein. Notwendig ist nur, dass Sie entweder im Zentralen Melderegister oder im Ergänzungsregister für natürliche Personen (ERnP) eingetragen sind.

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Was ist zu tun, wenn die Daten der e-card nicht mit jenen des zentralen Melderegisters übereinstimmen?

Es ist allenfalls unter Vorlage geeigneter Urkunden (z.B. Geburtsurkunde) eine Korrektur der Daten beim zuständigen Sozialversicherungsträger oder bei der Meldebehörde zu veranlassen. Möglicherweise führt die Korrektur der Daten auch zu einer Neuausstellung der e-card.

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Was ist zu tun, wenn eine Person im zentralen Melderegister nicht verzeichnet ist?

Ist die Person meldepflichtig, ist bei der Meldebehörde eine Anmeldung vorzunehmen. Ist die Person nicht meldepflichtig (z.B. Wohnsitz im Ausland), ist bei der Stammzahlenregisterbehörde die Aufnahme in das Ergänzungsregister zu beantragen.

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Kann man mehrere Bürgerkarten haben?

Selbstverständlich können Sie gleichzeitig mehrere Bürgerkarten (z.B. aktivierte e-card, A-Trust Bürgerkarte, Handy-Signatur) haben.

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Hat eine Bürgerkarte ein Ablaufdatum?

Die qualifizierten Zertifikate für die Bürgerkarte haben eine maximale Gültigkeit von 5 Jahren. Die Gültigkeit der qualifizierten Zertifikate auf der e-card berechnet sich folgendermaßen:

Wenn Sie auf der e-card Rückseite (Europäische Krankenversicherungskarte) ein Ablaufdatum eingetragen haben,  wird das Ablaufdatum der Zertifikate auf dieses Datum plus 3 Monate gesetzt, weil die e-card vor Ablauf automatisch durch eine neue Karte ersetzt wird. Innerhalb dieser 3 Monate können Sie einfach mit der alten Karte die Bürgerkartenfunktion der neuen Karte aktivieren (ohne Besuch einer Registrierungsstelle oder Anforderung eines RSa-Briefs).

Wenn Sie kein Ablaufdatum auf der e-card Rückseite eingetragen haben oder die Gültigkeit noch länger als 5 Jahre ist, ist die maximale Laufzeit des Zertifikates 5 Jahre. 

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Ab welchem Alter bekommt man eine Bürgerkarte?

Die Bürgerkarte mit qualifizierten Zertifikaten auf der e-card kann man ab einem Alter von 14 Jahren bekommen. Erst ab diesem Alter ist eine Person (zumindest eingeschränkt) rechtlich geschäftsfähig. Für Minderjährige ist ein Eintrag des Geburtsdatums im Zertifikat verpflichtend. Bei Erwachsen werden ist es nicht notwendig ein neues Zertifikat auszustellen, da die Anwendungen das eingetragene Geburtsdatum prüfen und erkennen, ob die volle Rechtsfähigkeit gewährleistet ist.
Ab welchem Alter daher die e-card als Bürgerkarte genutzt werden kann, hängt davon ab, welche Anwendung verwendet werden soll und welche Altersgrenzen die jeweilige Anwendung vorsieht. Die Rechte der Eltern und die Regeln über die Geschäfte von Kindern werden durch die Nutzung einer Bürgerkarte nicht verändert.

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Ist die Bürgerkarte fälschungssicher?

Aufgrund der eingesetzten Technologien sind Fälschungen praktisch auszuschließen.  Zusätzlich werden die einzelnen Komponenten regelmäßig evaluiert und zertifiziert.

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Was kostet die Ausstellung einer Bürgerkarte auf der e-card?

Für die e-card wird ein Service-Entgelt eingehoben, die Aktivierung und Verwendung als Bürgerkarte sind darin bereits eingeschlossen.

Auch die Aktivierung der Handy-Signatur ist kostenlos.

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Was ist bei Verlust der Karte zu tun?

Bei Verlust einer aktivierten Karte müssen die Bürgerkarten-Zertifikate beim Zertifizierungsdiensteanbieter (A-Trust) widerrufen werden. Ein Finder kann die Bürgerkartenfunktion ohne PIN-Code nicht verwenden. Notieren Sie den PIN-Code daher NIE auf der Karte selbst.

Die Telefonnummer des Widerrufsdiensts von A-Tust lautet

01 / 715 20 60

Dieser Widerrufsdienst ist rund um die Uhr verfügbar.


Wenn Ihre e-card abhanden kommt, veranlassen Sie die Sperre der Karte bei der e-card Serviceline unter

050 124 33 11

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Wer kann mir bei technischen Problemen helfen?

Da bei der Bürgerkarte verschiedene Organisationen zusammenspielen, hängt es von der Art eines allfälligen Fehlers ab, wer für Sie zuständig ist.


Für allgemeine Fragen zur Verwendung und bei Problemen der Bürgerkarte:

http://www.buergerkarte.at/hilfe.html
https://forum.a-trust.at/


Bei Problemen mit Bürgerkarten-Anwendungen der Sozialversicherung:

e-card Serviceline 050 124 33 11