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Fragen und Antworten - Versicherte


Was ist das e-Rezept?

Das elektronische Rezept, kurz e-Rezept, ist ein weiteres Service im e-card System. Mit dem e-Rezept Service werden Kassenrezepte, die bisher auf Papier ausgestellt wurden, als elektronisches Rezept ausgestellt. Das e-Rezept ersetzt das Papier-Kassenrezept in Österreichs Ordinationen und Apotheken vollständig.

Wie funktioniert das e-Rezept?

  1. Die Ärztin bzw. der Arzt erstellt und speichert das e-Rezept im e-card System.
  2. Auf Wunsch erhalten Sie von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt einen Ausdruck Ihres e-Rezeptes. Mit Ihrer Handysignatur können Sie den e-Rezept Code elektronisch abfragen:   
  3. In der Apotheke wird das e-Rezept durch Scan des e-Rezept Codes oder durch Stecken der e-card oder durch Eingabe der e-Rezept ID aus dem e-card System abgerufen.
  4. Sie erhalten das verschriebene Medikament.

Sie können jederzeit über das Portal Ihrer Sozialversicherung oder die jeweilige App alle offenen e-Rezepte einsehen, die für Sie und Ihre Mitversicherten unter 14 Jahren ausgestellt wurden:    

Was bringt mir das e-Rezept?

Nehmen alle Versicherten an e-Rezept teil?

Ja, alle in Österreich Versicherten nehmen automatisch an e-Rezept teil. Sie müssen dafür nichts tun.

Jede Person mit einem gültigen Versicherungsanspruch bei einem österreichischen Krankenversicherungsträger hat einen Anspruch darauf, Heilmittel auf Kosten der Sozialversicherung zu beziehen und dafür nur die Rezeptgebühr zu bezahlen. Bisher wurden solche Heilmittel auf einem Papier-Kassenrezept verschrieben, zukünftig auf einem e-Rezept.

Warum sieht das Rezept jetzt anders aus?

Mit dem e-Rezept gibt es keine vorgedruckten Kassenrezepte mehr. Das Rezept wird von der Ärztin bzw. dem Arzt direkt in der Ordination ausgedruckt. Dadurch haben Rezepte (je nach Drucker) jetzt ein anderes Format (A4 oder A5). Neu ist auch, dass auf dem e-Rezept Ausdruck der e-Rezept Code aufgedruckt ist. Wie bisher ist das Rezept ab Ausstellung einen Monat gültig.

Wie funktioniert die Einlösung des Rezeptes in der Apotheke?

Zur Einlösung eines Rezeptes in der Apotheke gibt es drei Möglichkeiten:

Wie können e-Rezepte mit der Handysignatur abgerufen werden und was bringt das?

Sie finden das Portal Ihrer Sozialversicherung unter  www.meinebvaeb.atwww.meineoegk.atwww.svsgo.at bzw.  www.meinesv.at.

Nach der Anmeldung mittels Handysignatur können sämtliche Online Services der Sozialversicherung genutzt werden.

Alternativ können Sie die kostenlosen Apps auf Ihrem Handy installieren: 

Nach dem Login mit Handy-Signatur haben Sie Zugang zu Ihren persönlichen Daten und ausgewählten Services.

Sowohl am Computer als auch am Handy gilt: Im Bereich e-Rezept werden Ihnen alle off­enen Rezepte angezeigt, die für Sie und Ihre Mitversicherten unter 14 Jahren ausgestellt wurden. Wählen Sie ein e-Rezept aus, um sich den Code bzw. das ganze Rezept anzeigen zu lassen. 

Das e-Rezept mit dem Code können Sie selbst aus dem Portal Ihrer Sozialversicherung ausdrucken, falls Sie z.B. den Ausdruck verloren haben. In der Apotheke können Sie den e-Rezept Code auch direkt am Handy vorzeigen. Der Code kann zur späteren Einlösung auf Ihrem Handy gespeichert oder über einen beliebigen Kanal an eine Vertrauensperson übermittelt werden, wenn eine persönliche Abholung der Medikamente in der Apotheke nicht möglich ist.

In der Apotheke wird der e-Rezept Code vom Ausdruck oder vom Handy gescannt und das Rezept aus dem e-card System abgerufen.

Informationen zum sicheren Einstieg via Handysignatur finden Sie unter www.handy-signatur.at.

Warum sehe ich die Rezepte meines Wahlarztes nicht in der App?

Derzeit funktioniert das e-Rezept ausschließlich für Kassenrezepte. Rezepte von Wahlärztinnen und Wahlärzten können unter gewissen Umständen weiterhin auf Kassenkosten ausgegeben werden (die Rezeptgebühr wird tagesaktuell angerechnet), eine Abwicklung als e-Rezept ist jedoch nicht vorgesehen.

Werden e-Rezepte auf der e-card gespeichert?

Nein. e-Rezepte werden zentral im e-card System gespeichert.

Die e-card ist der Schlüssel zum e-card System. Auf der e-card selbst sind keine Daten zu Rezepten oder Medikamenten gespeichert.

Wer kann die Rezeptdaten von e-Rezepten abrufen?

Gesundheitsdaten sind besonders schützenswerte Daten. Daher dürfen wie bisher nur berechtigte Personen auf die Rezeptdaten zugreifen:

  1. Eine Ärztin bzw. ein Arzt kann jene e-Rezepte einsehen, die sie oder er ausgestellt hat, nicht aber solche e-Rezepte, die andere Ärztinnen bzw. Ärzte ausgestellt haben.
  2. Die Apotheke, an die die Patientin bzw. der Patient den e-Rezept Ausdruck bzw. den e-Rezept Code übergeben hat, kann das unter diesem Code im e-card System gespeicherte e-Rezept abrufen. Durch Stecken der e-card der Patientin bzw. des Patienten kann die Apotheke eine Liste aller offenen e-Rezepte zu dieser Person abrufen.
  3. Die Patientin bzw. der Patient selbst kann über das Portal der Sozialversicherung oder die App alle off­enen Rezepte einsehen, die für sie bzw. ihn sowie für Mitversicherte unter 14 Jahren ausgestellt wurden.
  4. Das Team der e-card Serviceline kann auf bestimmte Daten zum Rezept zugreifen, um Auskunft erteilen zu können. Dabei handelt es sich um administrative Daten wie z.B. die ausstellende Ärztin bzw. den ausstellenden Arzt oder das Verordnungsdatum. Das Team der e-card Serviceline kann nicht auf die Verordnungen (Medikamente) zugreifen.
  5. Mitarbeitende der Sozialversicherung können wie auch bisher im Zuge der Rezeptabrechnung die Daten der abgerechneten Rezepte abrufen. 

Die verordneten und abgegebenen Medikamente werden doch schon in e‑Medikation gespeichert, warum gibt es jetzt noch e-Rezept?

e-Medikation ist eine Anwendung der elektronischen Gesundheitsakte ELGA, mit der unerwünschte Wechselwirkungen und Mehrfachverordnungen von Medikamenten verhindert werden können. Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker haben damit einen besseren Überblick, welche Medikamente für eine Patientin bzw. einen Patienten verordnet und abgegeben wurden. Mit der e-Medikation werden medizinische Informationen übermittelt. Von ELGA bzw. der e‑Medikation können Sie sich abmelden.

Ein wichtiger Teil der administrativen Daten, die für die Verrechnung mit der Sozialversicherung notwendig sind (Versicherungsstatus, Rezeptgebührenbefreiung etc.) liegt über e-Medikation nicht vor und musste daher bisher von den Versicherten übermittelt werden.

Diese bisher fehlenden Daten stehen beim e-Rezept automatisch zur Verfügung. Mit e‑Rezept wird das derzeit papiergebundene Kassenrezept abgelöst. Von e-Rezept können Sie sich daher nicht abmelden.

Warum kann ich mich von e-Rezept nicht abmelden?

e-Rezept ersetzt das bisherige Papier-Kassenrezept und ist Grundlage für die Kostenübernahme durch die Sozialversicherung. Eine Abmeldung ist daher nicht möglich.

Während Corona hat das e-Rezept schon funktioniert, warum gibt es jetzt wieder etwas Neues?

Die sogenannte „kontaktlose Medikamentenverschreibung“ wurde aufgrund der Corona-Krise als befristete Übergangslösung auf der bestehenden e-Medikation umgesetzt. Es handelt sich dabei um eine „Notlösung“, die geschaffen wurde, um die Ansteckungsgefahr für Patientinnen und Patienten und Ärztinnen und Ärzte zu minimieren. Medikamente werden in der e-Medikation in der elektronischen Gesundheitsakte ELGA eingetragen. Das können aber nur die Patientinnen und Patienten nutzen, die an ELGA teilnehmen. Mit dem e-Rezept können Kassenrezepte für alle Krankenversicherten elektronisch ausgestellt, eingelöst und abgerechnet werden.

Während Corona war es möglich, Rezepte für andere Personen in der Apotheke einzulösen. Wird das auch weiterhin möglich sein?

Ja. Das wird weiterhin möglich sein. Allerdings wird mit Pandemie-Ende die Corona-Ausnahmebestimmung, die das Abfragen von Rezepten durch Eingabe der Sozialversicherungsnummer ermöglicht, nicht mehr erlaubt sein. Um ein e-Rezept für eine andere Person einlösen zu können, wird entweder der Papierausdruck, der e‑Rezept Code oder die Rezept ID benötigt.  

Wie funktioniert e-Rezept bei Hausbesuchen?

Für Hausbesuche kann die Ärztin bzw. der Arzt weiterhin Rezeptvordrucke verwenden. Die Ärztin bzw. der Arzt untersucht die kranke Person und füllt im Anschluss ein Rezept aus. Dieses Rezept kann in der Apotheke eingelöst werden. Der Unterschied zum vollständigen e-Rezept besteht darin, dass die handschriftlichen Verordnungen nicht im e-card System gespeichert sind und die Apotheke daher das unterschriebene Rezept für die Einlösung benötigt und auch zur Abrechnung mitschicken muss. Der Code auf dem Vordruck wird in der Apotheke eingescannt und eingelöst. Im Portal der Sozialversicherung bzw. in der App scheinen diese Rezepte nicht auf. 

Werden auch Suchtgiftrezepte elektronisch?

Suchtgiftverordnungen werden weiterhin auf Papierrezepten ausgestellt, auf denen so wie bisher die Suchtgiftvignette angebracht wird. 

Ist mit den unterschiedlichen Einlösungsmöglichkeiten beim e-Rezept Medikamentenmissbrauch möglich?

Nein, im Gegenteil. Das e-Rezept bildet einen durchgängigen Prozess von der Rezepterstellung bis zur Rezeptabrechnung ab und schützt daher auch vor Medikamentenmissbrauch.

Jedes e-Rezept hat einen eindeutigen e-Rezept Code, der nur ein einziges Mal eingelöst werden kann. Unabhängig davon, ob die Versicherten mit einem Ausdruck, dem e-Rezept Code aus der App oder mit der e-card in die Apotheke kommen - der Code zum Rezept ist in allen Fällen der gleiche. Sobald das e-Rezept eingelöst wurde, wird dieses als „eingelöst“ markiert und ein weiterer Medikamentenbezug in einer anderen Apotheke ist nicht mehr möglich. Beim Versuch einer Apotheke, ein bereits eingelöstes Rezept aufzurufen, würde eine Fehlermeldung mit dem Hinweis erscheinen, dass das Rezept bereits eingelöst wurde.

Auch die Vordrucke (Blanko-Formulare), die zum Beispiel für den Hausbesuch oder einen IT-Ausfall in Ordinationen gelagert werden, haben eine eindeutigen Code. So ein Ausdruck, der im Bedarfsfall händisch ausgefüllt wird, kann daher ebenfalls nur ein einziges Mal eingelöst werden. 

Wo erhalte ich Informationen zum e-Rezept?

Die e-card Serviceline für Versicherte steht Ihnen österreichweit unter der Telefonnummer 050 124 3311 von Montag bis Donnerstag zwischen 7:30 und 17:00 Uhr und am Freitag von 7:30 bis 16:30 Uhr für allgemeine Fragen zum e-Rezept zur Verfügung.